Ziele und Nutzen dieser Handlungshilfe

Dieses interaktive Medium unterstützt Sie bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nach dem Arbeitsschutzgesetz. Mit Hilfe des Fragebogens bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck über die psychische Belastung in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Arbeitsbereich zu verschaffen. Mit der Auswertung erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Ergebnis mit Referenzwerten aus Deutschland zu vergleichen. Da der öffentliche Dienst mit seinen verschiedenen Branchen und Berufsgruppen sehr heterogen ist, verzichten wir zunächst auf eine branchen- und/oder berufsgruppenspezifische Auswertung.

Durch den Vergleich erhalten Sie erste Anhaltspunkte über die mögliche psychische Belastung Ihrer Mitarbeitenden. Da die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung auf einem partizipativen Ansatz beruht, ist es empfehlenswert, die Beschäftigten in den gesamten Prozess mit einzubeziehen und ihre Einschätzung bei der Vermeidung von psychischer Belastung zu berücksichtigen. Dadurch können im Anschluss Maßnahmen ergriffen werden, die von allen akzeptiert und mitgetragen werden.

Welches Instrument hierbei für Sie empfehlenswert ist, hängt von der Größe Ihrer Einrichtung, Ihrer Organisationsstruktur, den bereits vorhandenen Daten, von Ihrem Budget und vor allem von Ihrer Unternehmenskultur ab.

Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen Formulare, Dokumente und branchenspezifische Handlungshilfen zur Verfügung, die Ihnen ein passgenaues Vorgehen ermöglichen. Hierzu finden Sie Vorschläge für Maßnahmen, Literaturtipps und bei Bedarf Unterstützungsangebote durch die Unfallkasse Baden-Württemberg bzw. externe Fachexperten. 

Die Deutsche Gemeinsame Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat bis zum Jahr 2018 verstärkt die psychische Belastung an den Arbeitsplätzen in den Fokus genommen. Mit der Durchführung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung nach den GDA-Leitlinien, kommen Sie daher Ihrer gesetzlichen Verpflichtung gemäß dem Arbeitsschutzgesetz nach.

Gleichzeitig ergänzt die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung die Ist-Analyse im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Auf diese Weise erhalten Sie zusätzliche wertvolle Hinweise für eine gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeit.