Rechtliche Grundlagen

Die Gefährdungsbeurteilung ist im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) geregelt. Sie dient der Prävention von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie der menschengerechten Gestaltung der Arbeit (§2 ArbSchG). Ziel des Gesetzes ist es, die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten und zu verbessern.

Bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung im Sinne des Gesetzes geht es immer um die Beurteilung und Gestaltung der Arbeit.

Hier gelten die allgemeinen Grundsätze des § 4 ArbSchG.

Bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen geraten hier insbesondere die mit der Art der Tätigkeit verbundenen Belastungen und Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit in den Fokus. Gleichartige Arbeitsbedingungen können hierbei zusammengefasst werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Anforderungen

  • an die Arbeitsstätte,
  • an den Arbeitsplatz,
  • an die Arbeitsmittel und
  • an die Person,

um diese Tätigkeit ordnungsgemäß und kompetent ausführen zu können.

Es wird nicht die psychische Verfassung oder die Gesundheit von einzelnen Personen beurteilt.

Das Arbeitsschutzgesetz fordert bereits seit 1996 eine umfassende Gefährdungsbeurteilung, bei der auch die psychische Belastung eine Rolle spielt. Hierfür notwendig sind eine Ist-Analyse, eine darauf aufbauende Ableitung von Maßnahmen, eine Wirksamkeitskontrolle sowie die Dokumentation des gesamten Verfahrens. Damit ist ein aus dem Qualitätsmanagement bekannter kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) festgeschrieben.

Die Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen geht über die Vermeidung von Unfällen hinaus. Ein Arbeitsplatz gilt als menschengerecht gestaltet, wenn die Anforderungen folgende Kriterien erfüllen: