Unterstützung durch Experten

Für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung sollte auf die bereits in einem Unternehmen vorhandenen Strukturen zurückgegriffen werden. Dazu gehört der Arbeitsschutzausschuss (ASA), da er sich per se mit den Anliegen von Sicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen befasst. In diesem Gremium sind u.a. die Arbeitgeber selbst, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt und der Personal-/Betriebsrat vertreten.

Oft gibt es ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, in welchem weitere Personen agieren, die mit ihrem Wissen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung beitragen können. Dies sind beispielsweise Psychologen, Gesundheitswissenschaftler, Sozialberater o.ä. Berufsgruppen. Die Einbindung von Vertretern der Personalabteilung ermöglicht einen Zugriff auf interne Statistiken, die selbstverständlich den Datenschutzaspekten genügen sollten!

Eine interdisziplinäre Vernetzung ist auch deshalb empfehlenswert, weil der Prozess der Gefährdungsbeurteilung personelle, zeitliche und meist auch finanzielle Ressourcen bindet. Das Treffen von strategischen Entscheidungen und die operative Arbeit kann damit auf mehrere Schultern verteilt werden.